Stary THE FAMILY COMPANY - Unsere Familiengeschichte

DIE STARY-STORY Die Geschichte einer großen Familie. Vom Betrieb des Stary-Ehepaares zur Stary Family Company. Die Firmen- und Familiengeschichte der Familie Stary zusammengetragen von Ludwig Koschir.

WAS WAR DIE IDEE ZU DIESEM KLEINEN BUCH? Immer, wenn die Familie sich mit Freunden und Bekannten traf, wurden auch Geschichten erzählt und es wurde viel gelacht. Eigentlich schade, dachte ich bei mir, dass diese Vorkommnisse und Erzählungen für unsere Nachfahren verloren gehen, wenn wir nicht mehr sind. So war der Gedanke nicht fern, mit Hilfe der Familie dieses kleine Werk verfassen zu lassen, in dem jeder zu Wort kommt. Auch Höhen und Tiefen sollten gezeigt werden. Dies umso mehr, da die nächste Generation, „JA“ sagt, zur Fortführung des Unternehmens. Vor allem jedoch, ist dieses Buch unserem Vater und unserer Mutter in Dankbarkeit gewidmet, die durch ihr Menschsein und ihre Leistungen die Basis für uns alle gelegt haben. Jänner 2015, Adalbert Stary v.l. Brigitte und Adalbert Stary jun., Hildegard und Adalbert Stary sen., Daniela Stary, Andrea Stary

sitzend: Daniela, Adalbert jun., Andrea; stehend: Brigitte Adalbert sen. und Hildegard Adalbert sen. Adalbert sen. mit Tante Juli Adalbert sen. 1951 Hildegard Stary Adalbert Stary sen. mit seinem Papa Adalbert Anna Stary, Mutter von Adalbert Stary sen.

FRÜH ÜBT SICH, WER EIN MEISTER WERDEN WILL Will man das titanische Lebenswerk des Adalbert Stary sen. und seiner Frau Hilde einigermaßen wiedergeben, so soll nicht unerwähnt bleiben, dass seine Vorfahren in Böhmisch-Mähren, und ihre in Tirol zu finden waren. Von Böhmen-Mähren siedelten die Urgroßeltern Stary nach Seckau in die Steiermark und weiter nach Salzburg, wo auch eine Tante Juli (geb. Stary), von der noch zu reden sein wird, mit Franz Svitil verheiratet war, der im Jahre 1917 in Salzburg bei Firma Matthäus Mauracher, Orgelbau-Anstalt, als Monteur tätig gewesen ist. Adalbert Starys Eltern waren also in Salzburg ansässig, als der Vater Adalbert Stary, nach Altenmarkt, zur Leitung es dortigen Postamtes, versetzt wurde. Adalbert Stary, sein Sohn, verbrachte die Kindheit in Altenmarkt und galt in der Volks- und Hauptschule als ein an allem interessierter Junge. Als er 14 Jahre alt wurde, waren seine Eltern auf der Suche nach einer Lehrstelle. Das Kind hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinen Bezug zum Metallhandwerk. Der Vater fuhr mit dem Jungen mit der Bahn von Altenmarkt nach Salzburg zur Firma Josef Weiser, einem großen Spengler, Gas- und Wasserhandwerksunternehmen, um ihn hier als Lehrling unterzubringen, wie man so schön sagte. „Zwanzig Bewerber hab ich schon“, meinte Josef Weiser, der Firmeninhaber, zum Vater, „und jetzt kommen Sie daher.“ Er nahm jedoch den aufgeweckten Burschen nach kurzem Gespräch bevorzugt in seine Belegschaft auf. Vielleicht ahnte er damals bereits, dass auch er einen Glücksgriff gemacht hat. Untergebracht wurde der Jugendliche in der Nachbarschaft zur Firma Weiser, nämlich im Haushalt der dort lebenden Tante Juli Svitil, bei der Zucht und Ordnung vorherrschte. Zumindest berichtet Adalbert Stary so, welcher die Hausordnung und die Tante, nach vielen Jahren, noch gut in Erinnerung hat. Sie hatte schließlich die Aufsicht über die Freizeit des Lehrjungen und musste zustimmen, dass Adalbert der Gewerkschaftsjugend beitreten wollte. „Ich bildete mich fort und ging regelmäßig zur „Jugend“ um Tante Julis „Gefängnis“ zu entkommen“, so erzählte Adalbert Stary. „ Als ich über 20 Jahre alt war, konnte ich nach und nach alle meine Weiser-Kollegen mit Zustimmung des Chefs vom Gedankengut der Gewerkschaft überzeugen und zum Beitritt zur Gewerkschaft bewegen. Meinem Chef war Hochzeit von Hildegard und Adalbert sen. am 15.9.1956 in Salzburg das recht, denn es stärkte den Zusammenhalt aller in der Firma. Das war mein erstes, größeres, selbständiges, auf Eigenintiative beruhendes Tun, welches mich zu weiteren Taten ermutigte.“ „Mein Lehrherr, Josef Weiser, ein überhaupt feiner Mann, stand auf dem Balkon seines Hauses und verlangte lautstark nach Bertl, dem Lehrling, das war ich. Er gab mir seine Pfeife und ich hatte sie zu putzen und danach zu ihm raufzubringen. Das war damals eine Gunstbezeigung für den Lehrling. Ich war zehn Jahre in meiner Lehrfirma, die bis zu 100 Leute beschäftigte. Drei Josef Weiser habe ich als Chef erlebt.“ Mit Zwei-Radler- und Vierradler-Karren (unsere damaligen Transportfahrzeuge) durchquerten wir kreuz und quer Salzburg. An Straßenkreuzungen bin ich vorbeigelaufen und habe geschaut, ob nicht ein Auto kommt, welches mich beim Überqueren behindert hätte. Wir hatten Leitern auch mit 14-Meter-Länge zu befördern. Man kam damals auch mit derartigen Gefährten überall hin, so auch nach Itzling, zur Kendlersiedlung oder nach Schloss Kleßheim. Aus heutiger Sicht klingt es jedoch abenteuerlich. Im Jahre 1956 wurde geheiratet. Adalbert und Hilde Stary gaben sich da Ja-Wort. Hilde war ihm im Gasthof Eder in Parsch aufgefallen, was damals sein Stammlokal war. Sie war in der Küche und bei Bedarf hat sie auch Gäste

hat es deshalb an der Grenze gegeben, da wahrscheinlich ein Kunstwerkschmuggler vermutet wurde. Ich erinnere mich an endlose Wartezeiten deswegen. Dies war für uns Spengler sehr ärgerlich, denn wir wollten doch am Turm bereits arbeiten.“ Zu jener Zeit hat Adalbert Stary sen. zusammen mit Kollegen auch ein Gerät im Format eines Dampfkessels für die Beseitigung von Eis und Schnee im Ablaufbereich der Dächer erfunden und gebaut. „Ein Highlight war das für uns alle.“ Diese Maschine wurde von Firma Weiser und Firma Slama patentiert und vielfach eingesetzt. v.l. Andrea, Daniela, Brigitte und Adalbert jun. Im Jahr der Heirat, 1956, machte Adalbert Stary die Meisterprüfung als Spengler und später die Meisterprüfung für das Gas- und Wasserhandwerk. Er war inzwischen Spezialist für Kirchtürme. In der Tätigkeit bei der Firma Weiser deckte er für die Diözesen Salzburg und Tirol Kirchenkuppeln mit Kupferblech im Kleinformat z.B. in Jochberg/Tirol, Guggenthal im Zillertal einen schönen Zwiebelturm in Wals. Damals konnte es an der Staatsgrenze noch schwierig werden. „Ins Zillertal hatten wir von der Diözese aus vier Heiligenfiguren von Salzburg aus mit zu befördern. Viele Scherereien bedient. Danach hat er sie ins Hotel Hofer, Wendl-Dietrich-Straße, vermittelt, wo sie als Chefköchin bis zur eigenen Firmengründung arbeitete. Das Ehepaar wurde mit vier Kindern gesegnet. Im Jahre 1957 kam Brigitte, 1962 Andrea, 1964 Daniela und 1965 Adalbert zur Welt. Alle wurden in, ihren Sparten erfolgreich. „Ohne meine Frau Hilde wäre meine Laufbahn nicht so gelungen, meint Adalbert sen. dazu. „Sie hat mich von Anfang an sehr unterstützt und ist das Herz der Familie. Ich bin sehr dankbar dafür.“ Schmunzelnd sagt Frau Hilde Stary dazu: „Natürlich sollte hinter einem starken Mann immer eine starke Frau stehen, und das konnte ich erfüllen, bis heute.“

gschneckelten Haaren, das ist euer Bester“, hörte Frau Stary des Öfteren am Telefon, wenn ihr Mann angefordert wurde. Bei einem Autohändler hatte Adalbert Stary eine Anzahlung für einen Roller geleistet. Diese Anzahlung wurde im Jahr nach der Firmengründung eingebracht beim Kauf eines Mini-PKW war Mitte der 60-Jahre das erste motorisierte Fahrzeug in der Firma. Danach folgte ein VW-Kombibus. „Konnten Sie denn Ihre Aktivitäten alle aus dem Firmengeschäft finanzieren?“ „Nein, die Lieferanten und die Bank halfen mir sehr dabei, weil ich zuverlässig war. Z.B. Slama, ein alter Freund, der seine Firma später seinen Mitarbeitern vermachte, sowie Firma Istler und auch Höller sind da zu nennen. Die Banken haben sich gerissen um mich und gaben stets volle Unterstützung. Ich habe die Kredite ja nie zu stark ausgedehnt.“ An Liegenschaften wurden in dieser Zeit die Immobilien in der Michaelbeuern Straße gekauft. Es folgten 1972 die Glockengießerstraße und 1985 die Moserstraße. DIE FIRMA WIRD GEGRÜNDET Adalbert Stary war neugierig und wissbegierig. Er war immer ein Streber gewesen. Seine Agilität ließ ihm keine Ruhe bis er im Jahre 1962 seine eigene Firma gegründet hatte. Mit dieser Gründung fingen viele Überlegungen und Anstrengungen erst so richtig an. Das Ehepaar Stary hatte dafür jeder ca. 10.000 Schillinge (entsprach 700 Euro) gespart. Adalbert Stary muss zu dieser Zeit unglaublich viel gearbeitet haben. Angefangen hat er in einer aufgelassenen, 30m² großen Waschküche, das war seine erste Werkstätte in der Siezenheimer Strasse 5, in Salzburg-Maxglan. Seine Frau war die erste Bürohilfe. „Als Einmann-Betrieb habe ich ein Jahr lang alleine gearbeitet. Freunde und mein Schwager halfen mir dabei. Ohne Kraftfahrzeug wäre es sehr schwierig gewesen. Doch mein Schwager lieh sich ein Fahrzeug bei der Post aus und chauffierte mich zu den Arbeitstellen.“ „Ich habe alle Arbeiten für Spengler und Gas-Wasser angenommen, wie sie gekommen sind und habe dadurch immer mehr Kunden bekommen. Ich bin vor nichts zurückgeschreckt. Bei Kunden bin ich im Aussehen wie ein Monteur aufgetreten, sogar Trinkgeld habe ich von den Kunden bekommen. „Schickens ma den Schwarzhaarigen, den mit den Im Garten der Michaelbeuernstraße 3, mit davor stehendem Firmenauto v.l. Rita und Herbert Slama, Hilde und Adalbert Stary sen. Die Waschküche Michaelbeuernstraße Moserstraße Glockengießerstraße

Überall entstanden handwerkliche Meisterwerke im Sinne des Wortes. Die Kollegienkirche in Salzburg wurde bereits in eigener Regie mit Kupfer gedeckt. Innerhalb von 2 Jahren wurden ca. 40-Tonnen Kupferblech im Kleinformat dort verarbeitet. Und auch das, Falz an Falz, wurde meisterlich geschafft. Am Ende der Getreidegasse steht ein kleiner Turm: Auch das Stary-Kupferarbeit. Eine Firma dieser Art zu bauen, wie Starys, das ist etwas Besonderes und erfordert auch ein Organisationstalent. „Erfolgreich immer weiter, und so wuchsen wir stets voran. Natürlich gab es auch Tiefpunkte“, meinte Adalbert Stary. „Das Geld verdienen blieb jedoch wichtig, und da waren die MitarbeiterInnen und die guten Kundenbindungen stets die Voraussetzung. Meine Frau hat dazu viele Jahre mitgeholfen.“ „Ein Hausmädchen, und wir hatten viele gute Hausmädchen, sorgte sich um den Haushalt und teilweise um die Kinder“, so Hilde Stary, „und doch, die Büroarbeit fehlt mir noch heute, denn man war unter erwachsenen Menschen und bekam fast alle Geschehnisse des Betriebs mit,“ so ergänzt sie noch. Die erste Betriebserweiterung mit Ankauf und Ausbau des Hauses Michaelbeuern Straße (Mitarbeiter von zwei auf acht), erfolgte 1964. Im Jahre 1968 weiterer Geschäftsanbau. In diesem Jahr erging eine weitere Gewerbeberechtigung für Heizung und Lüftung durch Erwerb des Meisterbriefes an Adalbert Stary, der damit drei Meistertitel führte. Ein Spezialkundenservice wurde eingerichtet. Inzwischen stieg die Anzahl der MitarbeiterInnen auf 16. Es wurde auch gesagt, dass kaum eine Mitarbeiter-Fluktuation stattfand, denn in der Firma Stary ließ es sich gut aushalten. Viel Leistung aller und dabei auch Spaß miteinander, das ist die Kultur von Stary. Zitat: Der Anspruch, der Beitrag, die Leistung müssen praktisch werden, wollen sie nicht bloß behauptet sein. Jens Corssen Exakte Arbeit brachte viele Aufträge. Zu 90 % waren es kleinere oder mittelgroße Tätigkeiten, welche die Firma Stary damals ausführte. Die Mitarbeiterzahl nahm kontinuierlich zu. „Ich arbeitete vor Ort mit, zuletzt im Kundendienst/ Service, bis die Leute die Zahl Zehn überschritten. Eigene Service-Teams halfen dann, die Arbeitsqualität weiterhin hoch zu halten.“ Als Vertrag galt in den meisten Fällen die Handschlagsqualität zwischen Bauherren/Kunden und Handwerkern, auch was den Service betraf. Den ersten Großauftrag den Stary für Gas-Wasser mit Hilfe eines schriftlichen Angebotes bekam, war das Projekt mit 75 Wohnungen in Morzg. „Eine zufriedenstellende Arbeit abzuliefern, das brachte weitere Folgeaufträge, wie z.B. den Flughafen, wo wir nachher auch das Personalhaus als Auftrag bekamen und ausführten.“ Zitat: Unternehmer zu sein ist etwas anderes wie ein Unternehmen zu haben. LK. Adalbert Stary sen. im Büro Michaelbeuernstraße

Früh hatte Adalbert Stary erkannt, dass eigene Sanitärausstellungen eine wichtige Verkaufshilfe sind. 1968 wurde die erste Ausstellung in der Anton-Hall-Straße angemietet. Zuständig für diese Ausstellung war damals Frau Musil Evelyne. Im Jahr 1987 wurde dann das große Verkaufsaustellungszentrum in der Moserstraße für die komplette Haustechnik in Betrieb genommen. Innenarchitekt Zoubek aus Wien war damals ein bekannter Name auf diesem Gebiet, hatte es gestaltet. Gleichzeitig wurde in der Moserstraße mit Wärmepumpanlagen und neuer Regeltechnik getüftelt und experimentiert und Energieberatung vor- und durchgeführt. Regelmäßige Messebesuche durch die Starys in Frankfurt, München und Wien gehörten mit zum Geschäft. Die Verkaufspreiskalkulation für die Arbeit und die Produkte wurde von Adalbert Stary selbst händisch durchgeführt. „ Wir waren teilweise Mitbewerber bei Großobjekten gegen die alteingesessene Salzburger Firma Jäger und Schurich.“ Genauso führte er selbst auch die Kontrolle seiner Leute auf den Baustellen durch. „Bei guten Leuten war das weniger Aufwand für mich“, so eine Rede. Arbeitsstörungen durch fehlende Waren von Lieferanten (Lieferrückstände) gab es kaum. Die Auftragsstruktur in der Firma v.l. Kom. Rat Fritz Achleiter, Helga Rabl Stadler, Adalbert Stary sen., Hilde Stary, Kammerpräsident Georg Gmachl v.l. Sepp Weiser jun., Kom. Rat Adalbert Stary sen., Wolfgang Ebner Dir. Hans Mariacher von der Firma Daspin, ein sehr guter Freund

war zu seiner Zeit 1/3 Sofortaufträge, 1/3 Kundendienstaufträge und 1/3 Angebotsaufträge (Objekte). „Genaues Arbeiten und das Einhalten des Versprochenen war das A & O.“ In Weiter- und Fortbildung wurde viel investiert. Chef und Mitarbeiter waren über die Jahre hinweg auf vielen Schulungen zu sehen, denn der Chef meinte: „Theorie und Praxis gehören zusammen.“ Stary hatte stets Lehrlinge. Damals waren sie noch im Hause mit Kost und Logis untergebracht. Mancher von ihnen hat die Meisterprüfung abgelegt. Zu einigen haben die Starys bis heute Kontakt, was auch hier von einem guten Miteinander zeugt. Nicht vergessen werden darf Adalbert Starys umfangreiche Verbandstätigkeit. Er war 17 Jahre Landesinnungsmeister des Landes Salzburg und fünf Jahre Bundesinnungsmeister für das Spenglerhandwerk. Auf die Frage, wie er das alles schaffen konnte war die Antwort: „10 % meiner Arbeitszeit durfte ich durchschnittlich dafür aufgewendet haben. (ausgehend von 14 h x 6 Tage x 4 Wochen = 336 h je Monat; davon 10 %). Es war viel Anstrengung. Jedoch habe ich auch viel gesehen, wie andere etwas machen.“ Die Freizeitveranstaltungen der Spengler-Innung Salzburg waren stets gut besucht, z.B. waren die zwei Ausflugsbusse meist voll. Gefragt wurde vorher: Sind Hilde und Bertl Stary dabei, dann fahren wir mit. Auch die Spenglerbälle der Innung waren gut besucht und „tolle Bälle“ noch dazu. Die anwesenden Industrievertreter hatten noch Geld zum verwöhnen der Damen. Viele Auszeichnungen waren für Adalbert Stary erneut Ansporn so weiterzumachen. Auch ist er heute noch angetan, von der Anerkennung seiner ehemaligen Arbeit im Innungsbereich. Im Besitz von Adalbert Stary befindet sich eine uralte Verkaufsempfehlung, d.h. Preisliste des Verlages der Spenglergenossenschaft des Herzogtums Salzburg für Spengler und Installateurarbeiten, in der die Preise in verzinkter Ausführung und in Zink angegeben sind. Genannt sind u. a. Dachrinnen, Ablaufrohre, Durchlaufhähne, verzinkte Winkel ½ Zoll z.B. Zwei Kronen. Nebenbei sei hier auch angemerkt, dass Frau Hilde Stary einige Jahre mit Spaß eine öffentliche Sauna mit integriertem Gastgewerbe ihr Eigen nannte. Sohn Adalbert versuchte sie damals davon immer abzubringen, so erzählte sie. Jedoch hat er selbst sich später mit dem Bau der „Stary‘s Genusswelt“ ein Hobby angeschafft, welches einen Zug zu Gastronomie erkennen lässt.

Karin in den Betrieb dazu, die auch kaufmännische Kenntnisse in die Firma einbrachte. Die vier Kinder und die vier Schwiegerkinder sind in der Firma in ihre Aufgaben hineingewachsen. „Gott sei Dank“, so Adalbert Stary sen. „Alle haben wir in die Firma eingeschult, und, dadurch waren wir auch in der Lage späteren Jahren Kurzurlaube von acht bis 14 Tagen zu machen. 20 Jahre besuchten wir von Callais bis Marseille die dortigen Landschaften und das Meer. Die Krustentiere waren damals eine bevorzugte Speise von mir.“ „Auch war mein Mann ein guter Skifahrer, wenn er sich mal Zeit dafür nahm. Inzwischen gehören neun Enkel und vier Urenkel zu uns, was Hoffnung auf eine gute Fortführung der Firma gibt“, sagt Hilde Stary. Nach einem langen Berufsleben übergab der Denker und Macher Adalbert Stary sen. nach einem Frankreichurlaub mit seiner Frau das Unternehmen mit einem lachenden und einem weinenden Auge bei einer Feier im Hotel Rosenberger an Sohn und Schwiegersöhne. „Ich bin der einzige in Österreich, der nach einiger Überlegenszeit, die Firma nach 40 Jahren, von einem auf den anderen Tag im Jahr 2002 an seine Nachkommen übergeben hat und sich völlig aus dem Geschäftsleben zurückzog. Ein Herzinfarkt ist mir dadurch bis heute erspart geblieben. Alles zu seiner Zeit, so ist meine Meinung bis heute.“ FAMILIE UND ÜBERGANGSZEIT MIT URLAUBEN Alle vier Kinder von Adalbert und Hilde Stary sind seit vielen Jahren im Unternehmen tätig. Dazu gesellten sich drei gestandene Schwiegersöhne und eine fesche Schwiegertochter. Die Familie wird im Hause großgeschrieben. Alle Kinder haben von außen Erfahrungen mit in die Firma eingebracht. Die Tochter Daniela hat im Großhandel, bei der Firma Höller Eisen gelernt. Brigitte und Andrea besuchten die Bürofachschule. Sohn Adalbert ging bei Firma Mühlbacher- Spengler und Dachdecker- in die Lehre. 1986/1987 erwarb Adalbert Stary den Meisterbrief für das Dachdeckerhandwerk. Franz Stary, einer der Schwiegersöhne, lernte bei Adalbert Stary sen. und ist seit über 40 Jahren im Hause. Er kann auf fünf Meisterprüfungen verweisen und brachte somit die Gewerbeberechtigung für Lüftung ein. Der zweite Schwiegersohn, Hannes, kam als Elektrotechniker von Elin zu uns und vertrat lange Jahre im Hause den Bereich der Installations-Sanitär-Bäder und Reparaturen von uns. Er brachte Stary ca. im Jahre 1986 die Gewerbeberechtigung zum Elektromechaniker und Elektromaschinenbau. Der dritte Schwiegersohn, Helmut, hat die kaufmännische Ausbildung und übernahm den Elektroverkauf. 1990 kam Schwiegertochter „Ich hatte Bedenken, mein Mann würde sich nach der Übergabe ständig in die Firmenbereiche einmischen. Doch das tat er nicht. Er wurde dagegen ein echter Pascha“, so Frau Hilde Stary nach 12 Jahren Pensionszeit. Zitat: Ein Handwerksunternehmen sollte heute so leistungsfähig sein und auch qualitativ so gut arbeiten, dass jeder Bedarfsträger sich selbst schadet, der nicht ausreichend mit diesem Unternehmen zusammen arbeitet. Derartige Betriebe werden herausragen und ihr Leistungen bezahlt bekommen. LK Frankreich Mandelieu Krustentiere – die bevorzugte Speise von Adalbert Stary sen. Übergabe im Hotel Rosenberger Adalbert Stary jun.

GIDI RIEDER – EINE KARRIERE WIE SEINE IST HEUTE EINE SELTENHEIT Eines der Urgesteine der Firma Stary ist zweifellos Gigi Rieder, der Neffe von Adalbert Stary sen. Er war der erste Lehrling für Gas- und Wasserinstallationen und Spenglerei im Betrieb und hat über 45 Jahre dort gearbeitet. Gidi Rieder hat die ganze Unternehmensentwicklung miterlebt und unterstützt. „Nach der allerersten Zeit waren wir fünf Leute, d.h. der Chef, zwei Gesellen, ich und Norbert Fischbacher als Aushelfer. Im Büro war Frau Hilde. Ich habe von Adalbert Stary und den Gesellen sehr viel gelernt, sogar das Bauernschnapsen. Ich glaube heute sagen zu können, dass wir zusammen sehr wirksam gearbeitet und vieles geschafft haben. Die bereits erwähnte Kartenspielerei auf Baustellen und in den Wirtshäusern hing auch mit der jeweiligen Wetterlage zusammen“, so Gidi Rieder. Wenn wir sitzen geblieben waren, hat der Senior hart geredet und vertane Stunden vom Lohn abgezogen. Er war damals misstrauisch geworden. Er fuhr auch in die Nähe von ALS ZEITZEUGEN BERICHTEN EIN WICHTIGER HELFER UND DER ERSTE LEHRLING Der Schwager Norbert Fischbacher, geboren im Pinzgau, war in der Gründungszeit der Firma, wenn Not am Mann war, ein wichtiger Helfer. Er hatte bei der Bundesbahn Maschinenbau und Elektro gelernt und war danach beim Fernmeldebauamt tätig. Seine Urlaube und fast seine gesamte Freizeit in sechs bis acht Jahren war er bei Stary, um mitzuhelfen. „Solche Menschen sind als Jollyjoker beim Aufbau einer Firma in der Werkstatt und auf dem Bau von großer Bedeutung“, so Adalbert Stary sen. Norbert Fischbacher wurde auch zum Dächerstreichen eingesetzt. So geschah es einmal, dass er ausrutschte und sich einen Eimer Bessemer-Dachfarbe über sein Gesicht und ihn ergoss. Wie ein nasser, klebriger Pudel musste er ausgeschaut haben. Mit Nitroverdünnung Baustellen und überzeugte sich mit Hilfe eines Fernglases, ob wir arbeiteten oder nicht, denn es gab sogenannte „Sitzgesellen“, die sich schwer wieder erhoben, wenn sie mal saßen. Obwohl, nach so einem Vorkommnis haben wir wieder stark „angezarrt“ und alles wurde reingeholt.“ Als Sohn Adalbert ca. 1992 die Firma übernommen hat, wurde diese in drei Bereiche aufgeteilt. Der einzelne Mitarbeiter musste sich entscheiden, wohin er gehören wollte - Sanitär/ Bäder, Heizung/Lüftung/Solar oder Dachdeckerei/Spenglerei Gidi Rieder entschied sich für Dachdeckerei/ Spenglerei, obwohl er auch gerne Installateur war. Jedoch die frische Luft gab den Ausschlag gegenüber dem unangenehmen Luftzug in Rohbauten. „Der Geschäftsübergang von Alt auf Jung war ein echter Schnitt zum rechten Zeitpunkt. Der junge Adalbert hat sich gut reingeschmissen. Die drei genannten jungen Starys Adalbert, Franz und Hannes wollten vieles ändern und haben das alles was sie wollten durchgeführt. Ich habe anfänglich noch Jahre mit der Hand die Bleche gefalzt. Dann wurde die schwere Falzmaschine angeschafft und wieder Jahre später eine leichte, moderne. In der Michaelbeuernstrasse wurde viel umwurde er erst einmal grob abgewaschen. Adalbert sen. war natürlich missgestimmt wegen des Vorfalls und es ist bis heute ungeklärt, ob ihm Norbert leid tat oder ob er sich mehr um die teure Farbe grämte. Vermutlich traf jedoch beides zu. Tausende Gewinde hat Schwager Norbert geschnitten. Was Großbaustellen betrifft, so fällt ihm heute noch ein: „Die C & A Bank, die Faberhäuser. Mein Schwager Adalbert hat in der Anfangszeit mindestens 40 Zigaretten je Tag geraucht, das scheint mir noch erwähnenswert zu sein, will man sein Leben ganz erfassen. Ingo Feichtner war der erste Geselle, der zu uns stieß, dann kam Hans Duschl.“ Adalbert Stary sen. und Schwager Norbert Fischbacher

gebaut, um die modernen Maschinen sinnvoll unterzubringen, z.B. eine Sechsmeter-Abkantmaschine. Viele Arbeiten gingen dadurch einfacher, schneller und wettbewerbsfähiger. Die Produktivität wurde allgemein angehoben. BERICHT DER ÄLTEREN TOCHTER BRIGITTE UND DES SCHWIEGERSOHNES FRANZ Brigitte, die älteste Tochter des damaligen Firmenchefs, und Franz Stary, der ihren Familiennamen annahm, sind seit dem Jahre 1978 verheiratet und bekamen zwei Kinder. Es ist ein Glück, dass sowohl Brigitte als Buchhalterin seit 1974 und Franz seit 1970, erst als Lehrling, dann als Monteur und schließlich als Chef für Heizung, seit dem Jahre 2013 auch für Sanitär/ Bäder, so gut in die Firma passen. Brigitte hätte zwar nach Abschluss der Handelsschule lieber im Kosmetikbereich gelernt, wurde jedoch von den Eltern beschieden: „Du lernst was G`scheites.“ Und so trat sie nach Abschluss der Handelsschule in den väterlichen Betrieb in die Buchhaltung ein. Franz war aus dem Lungau. Acht Klassen Volks- und Hauptschule und ein Jahr Polytechnikum hatte er bereits absolviert und war ein rühriger Bursche. Seinen Werdegang von der Volksschule zu einem der geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Stary zeugt von großem Einsatz. Er war der dritte Lehrling von Adalbert Stary sen.. Er machte nach der GeselUnsere Abteilung Dachdeckerei/Spenglerei bestand zeitweise aus über 30 Leuten. Die bereits erwähnte große Kollegienkirche in Salzburg wurde mit Kupfer eingedeckt, in Kleintafeln. Wir haben als Unterkonstruktion das Rohholzbauwerk des Architekten Fischer von Erlach vorgefunden. Das ganze Projekt war eine echte Herausforderung. Als weitere Großprojekte folgten z.B. die ORF-Studios, als Flachdach mit Novotan-Folie (Kautschuk), dickes Vlies und Kies. Auch das „ZIB“, die HTBL-Itzling und die Mozartausstellung in Kleßheim, wo viel Zinkblech verarbeitet wurde, waren einige unserer Aufträge. 14.Oktober 2014 und 9.Jänner 2015 Der erste Lehrling und Neffe von Adalbert Stary sen., Ägidius Rieder, geht in Pension Franz und Brigitte (damals) Rauter Abkantmaschine

galt: Abends hatten wir um 22 Uhr zu Hause zu sein. Da gab es kein „Wenn und Aber“. Ab und zu half uns jedoch beim Aus- und Einstig der Blitzableiter in der Nähe des Fensters unseres Zimmers, um doch noch wegzukommen aus unserer Stube.“ Die Streitkultur im Hause Stary wurde damals groß geschrieben, sowohl geschäftlich als auch privat. Ein Streit war jedoch beendet, wenn der Chef sich z.B. umdrehte und pfeifend wegging. „Ich habe das bis heute nicht ganz wegstecken können, wenn ich daran denke“, so Franz Stary. „Er hat sich ja wegen Kleinigkeiten furchtbar aufregen können, bei größeren Fehlern weniger“, so Brigitte Stary. Er bekam dann einen hochroten Kopf und wir glaubten fast, ihn treffe der Schlag.“ „Der Vater und ich waren vom Temperament her zu der Zeit ziemlich ähnlich. Ich führte die Buchhaltung wie üblich als „Doppelte Buchführung mit Journal.“ Die Unterlagen wurden dem Steuerberater übergeben, welcher alles auswertete und die Bilanz erstellte. Ich bekam es mit der Angst zu tun, als wir die Buchhaltung auf Computer umstellten. Ich meinte allen Ernstes, wenn ich auf eine falsche Taste drücke, dann sind alle Daten verloren. Mit der Eingabe-Maus umzugehen lernte ich mit Hilfe des Kartenspielprogramms Solitär am Computer. Der Chef mischte sich natürlich auch in das Buchhaltungsverfahren ein, denn er war stets der Beste. Und so flogen halt die Fetzen. Selbstverständlich provozierte ich den lenprüfung und acht Monaten im Bundesheer die Prüfung zum Spenglermeister und danach schaffte er die Meisterbriefe für Gas, für Wasser, für Heizung und für Lüftung-Klima. Wahrlich ein „Professor in der Theorie und Praxis“ steht vor uns! „Da ich aus dem Lungau war, wohnte ich im Hause Stary. Es gab ein eigenes Lehrlingszimmer, das neben dem Zimmer von Tochter Brigitte war. Das war sehr praktisch, um uns näher zu kommen. Nach ein paar Jahren wurde um die Hand von Tochter Brigitte angehalten. Im Jahre 1978 wurde geheiratet. 1979 kamen Tochter Sandra und 1982 Tochter Stephanie auf die Welt. „In der Zwischenzeit sind wir stolze Großeltern von drei süßen Enkelkindern (Anna-13 Jahre, Sophie-8 Jahre und Maximilian-5 Jahre). Der Neffe von Adalbert Stary sen., Gidi Rieder, war der erste Lehrling im Betrieb. Er ging vor zwei Jahren (2012) in Pension. Franz Santner war der zweite Lehrling und auch aus dem Lungau, wie Franz. Der erste Geselle, der von der Firma Weiser zur Firma Stary wechselte, war Ingo Feichtner. Gidi Rieder hat ein Mädchen geheiratet, welches vorher Bürolehrling bei der Firma Stary war. Adalbert Stary sen. war ein strenger, jedoch korrekter Lehrherr. Franz Stary berichtete „Neben unserer Hauptarbeit mussten wir Samstag Vormittag die Werkstatt zusammenVater auch. Dreimal wurde ich gekündigt und wieder eingestellt.“ Brigitte leitet die Buchhaltung seit 1974. Ende des Jahres 2014 ging die langjährig verdiente Buchhalterin Brigitte Stary in Pension. Die tägliche Arbeitseinteilung wurde zur Zeit Adalbert Stary seniors persönlich von ihm in der Früh handschriftlich vorgenommen. Alles wurde genauestens vorgegeben, auch für die Büroarbeiter galt jedes Wort des Chefs. „Wenn wir Monteure und Lehrlinge in die Stadt zur Arbeitsstelle fuhren, war auf Handzettel vorgeschrieben, wie wir zu fahren und wo wir zu parken hatten.“ Damals gab es von den Gesellen auch noch ab und zu eine Watsch`n oder es wurde dem Lehrling Fitting nachgeworfen. „Heute würde das die Polizei auf den Plan rufen“, so Franz Stary. „Ab und zu, wenn es lustig war und passte, sind wir auch im Gasthaus mittags einfach alle sitzen geblieben. Wenn aber uns der Chef dabei erwischte, gab es Krach und wir wurden herausgeholt. Jedoch - das war bekannt - tat es unserer Leistung auf der Baustelle keinen Abbruch, sondern wurde stets reingeholt.“ Nun, was wird von Franz Stary noch über seinen Schwiegervater berichtet? „Alles was er machte, hatte Qualität. Er war stets zehn Jahre und mehr vorausschauend und er ist bis heute stolz auf sein Vorzeigeunternehmen. Unsere erste, große Ausstellung mit Lager im Keller, in der Anton-Hall-Straße, war die erste Ausstelräumen und die Autos waschen. War etwas nach des Chefs Meinung unordentlich, so musste nachgearbeitet werden. Dies hatte zur Folge, dass ich des Öfteren den Mittagsbus in den Lungau nicht mehr erwischte. Ich fuhr wöchentlich nach Hause. Der nächste Bus ging Stunden später. Wir Lehrlinge lebten im Hause in einem Zimmer zusammen. Dies brachte mit sich, dass, wenn die Frau des Hausers abends ausging, ich auf die drei jüngeren Kinder aufzupassen hatte. Das war für mich eine ziemlich starke Einengung. Gleichzeitig wurde ich jedoch eine Art Oberlehrling und hatte somit auch das Werkstattbuch zu führen, was ich nicht ungern tat. Generell Familie von Brigitte und Franz Stary

lung bei einem Installateur in Salzburg; geplant vom bereits genannten Innenarchitekten Alfred Zoubek aus Wien. Zur Eröffnung hatte der Senior alle Prominenten, die damals Rang und Namen in Salzburg hatten, beginnend mit dem Bürgermeister, bei uns versammelt. Das Buffet, war riesig, so erinnere ich mich.“ In der Spenglerinnung war Adalbert Stary sen. der Nachfolger von Josef Weiser als Landesinnungsmeister. Das brachte auch die Auszeichnung zum Kommerzialrat mit sich. Als gerichtlich beeideter Sachverständiger der Innung ist er in all den Jahren weit in Österreich herumgekommen. Seine Frau Hilde hat ihm stets den Rücken frei gehalten. Es konnte vorkommen, dass der Senior nach der Arbeit eine Kiste Bier kommen ließ und wir mit ihm im Gefolgschaftsraum eine Runde Karten spielten. Tochter Brigitte lernte dabei die Leidenschaft zu dieser Freizeitbeschäftigung kennen. Jedoch blieb alles in Maßen. Der Senior ist überhaupt ein sehr geselliger Mensch. Seine Lieblingsgetränke sind Whisky und Wein.“ PRIVATES & GESCHÄFTLICHES AUS DER SICHT DES SOHNES Adalbert Stary, geboren im Jahre 1965, berichtet von einer schönen Kindheit mit viel Freiheit. „Die Mutter war stets für meine drei Schwestern und mich da.“ In den ersten Jahren nach der Firmengründung 1962 wurde von den Eltern natürlich vor allem Aufbauarbeit geleistet. Der Vater war alleine bzw. mit den Mitarbeitern bei den Kunden unterwegs. „Es gab zwischen Vater und mir immer Vater-Sohngespräche. Mit zunehmendem Alter habe ich ihn des Öfteren aus der Reserve gelockt. Einmal – es war im Haus in Salzburg, Glockengießerstraße – hatte ich ihn wohl zu sehr gereizt, denn er verfolgte mich wütend drei bis viermal ums Haus und erwischte mich bei der geschlossen Eingangstür, was mir die erste und einzige Watsch‘n von ihm einbrachte.“ Die Starys hatten am Irrsee ein wunderschönes Mahagoni-Boot mit Eichenmast. Leider wurde dieser Eichenmast, der außerhalb der Bootshütte gelagert war, gestohlen. Danach wurde ein Kunststoff-Boot namens „Gipsy-Sport“ angeschafft. Der Senior war leidenschaftlicher Angler. Er hatte die modernste Ausrüstung.

Beste Freunde – Manfred und Lisl Mühlbacher Dieses Boot wurde von ihm und Adalbert am Mondsee viel genutzt. Einmal kenterten sie damit und die ganze wertvolle Ausrüstung ging verloren. Ein anderes Mal waren sie in echter Seenot. Ein Mann am Ufer, der zugleich Arzt war, rettete dem Senior das Leben. Seit diesem Zeitpunkt wurde vom senior jährlich zweimal Geburtstag gefeiert. Überhaupt waren die Partys der Eltern bekannt. Es kamen Gäste und Einheimische und wir Kinder durften länger aufbleiben, z.B. in der Almhütte in Gaißau/Hallein. Ein großzügiger Mensch ist Adalbert Stary sen. immer gewesen. Das wird von seinem Sohn Adalbert gerne gesagt. Jedoch war er immer Kaufmann. Auch in privaten Angelegenheiten machte er schriftliche Verträge, z.B. bei zinsloser Verleihung von Geld. Auf diesem Gebiet war er das Gegenteil der Mutter. „Wahrscheinlich ist am Senior ein Baumeister verloren gegangen. Es verging nämlich kein Jahr ohne eigenen Umbau, und wenn auch nur irgendwo eine Zwischenwand oder Ähnliches herausgerissen wurde, um einen Gang breiter zu machen.“ „Als unser Vater das Projekt in der Moserstraße erwarb und umbaute, war diese eine schwierige Zeit für ihn. Die Gesamtinvestition belief sich damals auf 30 Mio. Schilling und die Zinsen kletterten auf 13 %. Das hat schlaflose Nächte gebracht. Urlaube, auch ins Ausland, begannen zusammen mit Vaters bestem Freund Manfred Mühlbacher, als unsere Firma einen konsolidierten Stand erreicht hatte. Anfangs waren wir als Camper im damaligen Jugoslawien, dann in Frankreich bei seinem Freund Josef Nokiteitis. Zitat: Der Markt ist eigentlich nie schuld, immer der Unternehmer, der eben stets etwas unternehmen muss. Klaus Wienhold „Ich war vom Jahre 1980 bis 1986 in der Lehre bei der Firma Mühlbacher in der Dachdecker- und Spenglersparte. Die Meisterprüfung zum Dachdeckermeister habe ich noch in meiner Lehrfirma gemacht. Den Meisterbrief zum Spengler erhielt ich, als ich bereits in unserer Firma tätig war. Hier habe ich auch im Jahre 1986 als Monteur an den Baustellen angefangen. Den Zweig der Dachdeckerei habe ich in unseren Betrieb eingebracht und ausgebaut. Im Jahre 1990 fing meine Frau Karin in der Firma Stary an. Zu dieser Zeit wurde auf Computer umgestellt. Sie passte gut in den Betrieb und erfasste als erstes die Kundendaten samt der Arbeiten, welche die Firma bei den Kunden durchgeführt hat“. Adalbert brachte Manuel in die Beziehung mit ein. Schon 1991 heiraten Adalbert und Karin und im Jahre 1992 kam ein Junge zur Welt, der auch den Vornamen Adalbert erhielt. Nach weiteren vier Jahren, nachdem vorher der Einzug in die Wohnung Glockengießerstraße erfolgte, wurde Tochter Claudia (Sonnenschein), ein liebenswertes Kind, mit besonderen Bedürfnissen geboren. Adalbert jun. und Karin Stary Adalbert jun. mit seinem Lehrherrn Manfred Mühlbacher Party bei den Starys Friedl und Walter Konrad, sehr gute Freunde In Frankreich bei der befreundeten Familie Nokiteitis

Alte“ pfeifend daher, man hörte ihn schon von weitem, so wurde der Urzustand am großen Schreibtisch schnell wieder hergestellt. „Jedes Mal, wenn die Senioren im Urlaub waren, haben wir etwas verändert, bis der große Schreibtisch von Adalbert und der kleine vom Senior besetzt waren.“ Über drei Jahre hinweg, die Firma hatte damals die Rechtsform Ges.m.b.H. & Co.KG, übergab unsere Buchhaltung Adalbert Stary sen. je Monat auch ein senkrechtes Blatt Papier (einseitige Liste), aus denen er den Status der Firma ersehen konnte. Nach einer EDV-Softwareumstellung 1992, auch mit der Folge, dass die Liste nun auf einem waagrechten Blatt Papier, mit ein paar Daten mehr, gedruckt war, hörte der Senior auf, diese zu lesen. Adalbert Stary hat die Firma mehrheitlich im Jahr 1994 von seinem Vater übernommen, der vollständige aus dem Betrieb ausstieg. Franz und Hannes Stary sind zu diesem Zeitpunkt bereits beteiligt. „Unser Verdienst aus dem Betrieb war immer gleich groß“, so Adalbert Stary. So herrscht bis heute volle Gerechtigkeit. Von großen Debitoren-Ausfällen sind wir, Gott sei Dank, verschont geblieben. Einer der Bedingungen für die Firmenübernahme war für mich: Drei Wochen zusammenhängender Urlaub im Jahr, und sonntags frei von Arbeit zu sein. Dies gilt bis heute“, so sagt Karin Stary und fährt Ab ca. dem Jahr 1988 können wir den langsamen Rückzug von Adalbert Stary sen. (nach 40 Berufsjahren) aus dem Geschäftsleben datieren. Im Jahr 2001 herum muss es gewesen sein, als Hannes Bichler Adalbert Stary fragte, was er davon halte, wenn er einen Bruder bekäme? Gemeint war, wenn ich Hannes, den Namen Stary annähme. Adalbert Stary war gleich dafür, nur bei Franz Rauter musste in dieser Sache einige Überzeugungsarbeit geleistet werden. Er war darin ein echter Lungauer. Erst die Idee eines Doppelnamen erweichte ihn. Letztendlich entschied er sich aber doch für den Namen Stary alleine. Die Firma war damals bereits in die Arbeitsbereiche Installation/Bäder mit Leitung durch Hannes, Heizung/Lüftung, mit Leitung durch Franz und Dachdeckerei/Spenglerei, mit Leitung durch Adalbert Stary aufgeteilt. Es kam nun darauf an, dass die vielfältige Kundschaft sich an die Namens-Umstellung der beiden Schwager gewöhnte. Bäder-Stary, Heizung-Stary, und Dachdecker-Stary. Die tägliche Arbeitseinteilung durch den Senior war unnötig geworden. Er kam täglich pfeifend am späten Vormittag in den Betrieb, setzte sich an seinen großen Schreibtisch, „machte die Post“, gab Kommentare ab und war nur mehr stundenweise anwesend. Sohn Adalbert hatte einen wesentlich kleineren Schreibtisch, auf dem kein Platz für die Arbeit mit Plänen war und musste sich mit Trick behelfen. Kam „der v.l. Adalbert jun. jun., Claudia, Karin, Manuel und Adalbert Stary jun.

GmbH gegründet. Geschäftsführer ist Helmut Hofer. Die Firma bewährt sich bis heute. Hannes Stary, der viele Jahre das Unternehmen positiv mitgestaltet hat, ist Ende 2013 freiwillig aus der Firma ausgeschieden. Die Anteile die er an der unserem Unternehmen hatte, wurden ihm ausbezahlt. Unser Versuch mit einer Ausstellung/Verkaufsraum in Form der Firma DKB, Salzburg, Neutorstraße, inmitten der Stadt anzukommen, wurde von den Bad/Heizungs-Interessenten nicht angenommen. Die Firma ist in Ausgleich gegangen. Sie wird in der nächsten Zeit in der Moserstraße neu gestaltet mit dem Inhalt: Badarchitekturen. „Der Erwerb des Geländes und die Bebauung Teisenberggasse 29 im Jahre 2009 bis 2011 und der Umbau in der Moserstraße 2009 stellte uns vor einige Herausforderungen. Alles wurde jedoch nach und nach bewältigt. Die Stary Dach und die Salzburger Dachsanierung übersiedelten von der Michaelbeuernstraße 3 in die Teisenberggasse 29, in fort: „Der Sonntag ist ein Familientag. Nachmittags kommen des öfteren die Söhne zum Kaffee. Es wird viel geplaudert. Wir sind eher auch Genussmenschen!“ Werktags ist Adalbert Stary um 6 Uhr 30 im Büro, gewöhnlich bis 18 Uhr, bzw. auch darüber hinaus bei Kundschaften, wenn Termine abends anfallen. Seine hauptsächlichen Aufgaben sind: Verkaufen/Kunden (Private Kunden und Bauprojekte), sowie Controlling, für alle Betriebe und Betriebsteile. Zwei tüchtige Kräfte unterstützen ihn dabei: Sabine Melihsnig (Frau für alles) und der Techniker Markus Miller, zuständig für Vor- und die Black Box, ein modernes Firmengebäude auf 3 Stockwerken, inkl. Büros, Seminarräumen, Dächerpark, Maschinenpark, Werkstatt und Lager bzw. Garagenplätzen. Das Gelände ist ganz unterkellert, für die Lager und Maschinen, Aufenthalts- und Waschraum. Auf dem Dach befindet sich die zweite, neue Ausstellung für alles was zu Dächern gehört. Nachkalkulation, für die Leute in der Werkstätte und auf der Baustelle, für Arbeitsvorbereitung und Einkauf. Im Bereich Dachdecker/Spengler/Fassaden sind zur Zeit 18 Leute produktiv tätig, zusätzlich drei Personen im Büro. Die Buchhaltung wird für alle Bereiche zentral durchgeführt. Nur die Bilanz wird vom Steuerberater aufgestellt. An Werktagen ist Adalbert Stary, wenn es möglich ist, nach 18 Uhr im Restaurant „Starys Genusswelt“ Salzburg-Maxglan, seinem Hobby, anzutreffen. Bei einem Glas Wein und einer guten Zigarre, in einer entspannten Atmosphäre, in angenehmer Gesellschaft klingt der Arbeitstag aus. Das Restaurant bietet auch einen eigenen Raum als Zigarren-Lounge für Kenner und Liebhaber. Danach erwartet ihn bereits seine Familie zu Hause. Anno 1992 beschäftigt die Firma Stary insgesamt 32 MitarbeiterInnen. Der Werdegang der Firma setzt sich fort u.a. mit dem Bau des Seminarraumes in der Moserstraße und mit dem Bau der 1. Ausstellung für Spengler- und Dachdeckerzubehör (Dächerpark), auf dem Dach in der Michaelbeuernstraße, in der die Dacharten, Farben etc. gezeigt wurden. Generell scheint bei Stary weiterhin das Versuchen, Ausprobieren, Zeigen, einen gewissen Stellenwert inne zu haben. (siehe auch Chronik: 50 Jahre Stary, auf eigener Seite). Im Jahre 2001 wurde als Vertriebsfirma das Unternehmen Salzburger Dachsanierung Eine starke Familie lachend vereint

FÜHRUNG VON ADALBERT STARY DURCH DAS HAUS „BLACK BOX“ Der Gedanke zum Kauf und Bau in der Teisenberggasse 29, mit Gesamtunterkellerung ergab sich, weil wir mit unseren 15 LKWs die Michaelbeuernstraße früh an Werktagen blockierten. Drei Rangiervorgänge je LKW. Heute ist das Geschichte. Das Gebäude „Black Box“ ist ein modernes, mehrstöckiges, boxähnliches Haus im Maxglaner Gewerbegebiet, in der Teisenberggasse 29 in Salzburg. Alles darin ist erstklassig eingerichtet. Büros, Werkstätte, Sozialräume, die Lager und die Ausstellung am Dachpark sind völlig zweckorientiert gestaltet. Das EDV-System von Firma Z-Kalk ist auch neu. Alle Arbeitsplätze sind mit Bildschirmen ausgerüstet und mit der Moserstraße 18 vernetzt. Besonders erwähnenswert ist die maschinelle Einrichtung der Werkstätte. Dazu muss man wissen, dass jeder Geselle mit seinem Helfer oder Lehrling eine eigene Baustelle bearbeitet. Soweit erforderlich benutzt er die CNC-Anlage zur Arbeitsvorbereitung und Bearbeitung von Blechen. WIR MÜSSEN AUCH AN DIE HERANWACHSENDE, NÄCHSTE GENERATION DENKEN: - ADALBERT STARY JUN. Spengler/ Dachdecker, auswärts gelernt, seit August 2012 bei der Firma Stary tätig. - MANUEL STARY auswärts gelernt, seit April 2014 bei der Firma Stary tätig - DANIEL STARY auswärts gelernt, seit Jänner 2014 bei der Firma Stary tätig Beide Söhne Adalbert und Manuel sowie Neffe Daniel arbeiten derzeit an Meisterbriefen. NACHWORT VON ADALBERT STARY Es wäre eine großartige Sache, wenn die nächste Generation das Gesamtwerk weiter pflegt und zeitgemäß entwickeln könnte. September 2014

Einmal die Blech- Abspulanlage bzw. einmal die Sechsmeter-Abkantmaschine werden elektronisch gesteuert. Dazu finden sich im Lageruntergeschoß die verschiedenen Blecharten in der Form von 1000-kg-Coils abrufbereit auf einem Gerät bereitgehalten. Bei Bedarf wird die nötige Blechrolle (Coil) maschinell herausgehoben und die erforderliche Blechbahn mittels CNC-Steuerung in die Werkstätte zu Abkantmaschine befördert um dort eingabegerecht bearbeitet zu werden. Die Blechteile werden im Hause vorgefertigt und auf der Baustelle vom Monteur zusammen mit dem Helfer bzw. Lehrling endmontiert. Der Einkauf der nötigen Waren auf Vorrat erfolgt durch den Techniker des Hauses, welcher auch die Kalkulation zum Angebot durchführt.

FÜHRUNG IN DER MOSERSTRASSE DURCH FRANZ STARY Die Moserstraße ist der Standort von Bäder-, Lüftung- und Solarinstallationen (die komplette Haustechnik). Das komplette Firmengebäude in dem sich ein moderner Seminarraum, ein Aufenthaltsraum und ein großes Lager befinden ist unterkellert. Weiteres verfügt das Kellergeschoss über eine 130 m² große Heizungsausstellung, wo man die neuesten Techniken besichtigen kann. Zurzeit ganz neu im Programm sind Wodtke Heizöfen ausgestellt und angeschlossen. Man kann sich wirklich ein Bild machen, wie es zu Hause aussehen könnte. Das Gebäude verfügt im Erdgeschoss über eine 200 m² große Bäderausstellung in der man sich die Produkte anschauen und sich von deren Qualität überzeugen kann. Fugenlose Renovierung und Alternativen zu Fliesen bieten wir gerne an und haben auch großformatige Lösungen ausgestellt. Beide Ausstellungen-Bäder und Heizung werden immer auf den neuesten Stand gebracht. Im Erdgeschoß haben wir ein großes Büro, in dem unsere zwei Badverkäufer Hr. Gregor Gierbl und Hr. Hadzic Adis ihren Ideen freien Lauf lassen können und diese auf Papier bringen, um den Kunden die perfekte Lösung zu präsentieren. Bei den zwei jungen Herren hat auch Daniela Stary Ihren Arbeitsplatz, um den Service zu koordinieren und die Kunden herzlich zu empfangen. Franz und Daniel Stary haben ihre Büros ebenfalls im Erdgeschoß und sind hauptsächlich für die Heizungskunden zuständig, denen sie eine optimale Lösung zu effizienten Heizungen anbieten. Ausstellung Heizung in der Moserstraße 18

HELMUT HOFER Helmut Hofer ist seit seiner Jugend mit Adalbert Stary befreundet und seit Jahren geschäftsführender Gesellschafter der Firma Salzburger Dachsanierung GmbH, die ihren Sitz auch in der Teisenberggasse 29 (Black Box) hat. Er lernte Eisenhandelskaufmann und hat durch Adalbert Daniela kennengelernt. Im Jahr 1989 hat er bei Stary im Elektrofachgeschäft angefangen zu arbeiten, welche nach vier bis fünf Jahren aufgelöst wurde. Nach Zeit im Sanitär-Heizungslager und mit Adalbert im Büro der Michaelbeuernstraße (Dachdecker/Spengler) wuchs in Adalbert Stary und Helmut Hofer im Jahre 2003 die Idee, die Beratungs- und Verkaufstätigkeit in eine eigene Firma einzubringen. Es wurde die Salzburger Dachsanierung GmbH als Vertriebsfirma gegründet. Diese Firma vergibt die Kundenaufträge an die Stary-Haustechnik GmbH bzw. an deren Subunternehmen, soweit Stary Arbeiten nicht ausführen kann. „Der Senior Adalbert Stary war stets bestimmt und angenehm. Er war damals die zentrale Figur im Hause. Jeder ist zu ihm gekommen, wenn er eine Frage hatte“, so Helmut Hofer. „Zu 90 % bekommen wir unsere Aufträge durch Mundpropaganda und Empfehlungen, denn Stary arbeitet erstklassig. Qualität ist in allen Bereichen großgeschrieben. Ich mache für die Kunden erst einmal alles selbst. Die Bürotechnik unterstützt mich sehr gut dabei. Also bin ich der Ansprechpartner für die Kunden, mache das komplette Angebot und bin auch Bauleiter. Alles aus einer Hand, sozusagen.“ Natürlich erfolgt Produktion und Einbau hauptsächlich durch die Stary-Haustechnik GmbH bzw. ausgewählte Subunternehmen. Der Kunde bekommt nur eine Rechnung. „Wir führen auch Fassaden und Fenster, bieten Dachausbauten und Gesamtsanierungen für Einfamilienhäuser an.“ Ausstellung Sanitär in der Moserstraße 18

Werbung war das Steckenpferd von Hannes. Er erreichte über die Jahre einen hohen Bekanntheitsgrad für die Firma und ein gutes Image in der Bevölkerung mit Qualitätsarbeit weiterhin. „Wir haben zusammen die Moserstraße eingerichtet. Ich und Franz waren ganz zuständig für Sanitär und Heizung und strukturierten und entwickelten den Geschäftszweig zum kompetenten Bäder- und Heizungsbau. In der Zeit als der Senior das Unternehmen übergeben hat, wurden Adalbert, Franz und ich auch geschäftsführende Gesellschafter der Firma Stary. Wir arbeiteten zu dieser Zeit mit 14-15 Gesellen, Helfern und Lehrlingen in unserem Bereich. 1.000 Dinge haben wir gemeinsam beachtet und gelöst. Kreativität war stets gefragt. Eine unserer Verhaltensweisen dazu war: Wir versuchen schon beim ersten Empfang des Kunden/Kundin Begeisterung für sein/ihr Vorhaben auszulösen. Auch unsere Produkte geben ja Schwung!“ Nach 27 Jahren gemeinsamer, freudiger Arbeit ereilte Hannes Stary jedoch eine schwere Krankheit. Im Sommer und Herbst des Jahres 2013 und fast das ganze Jahr 2014 war er von ihr befallen. Am Ende des Jahres 2013 ist er deshalb aus der Firma ausgeschieden. Er ist Gott sei Dank auf Ärzte gestoßen, die von der Krankheit etwas verstanden. Das ist nicht bei allen Ärzten so, seine Anmerkung dazu. Und seine Frau Andrea war in dieser Zeit eine wertvolle Stütze, als eine Art Schutzengel. DIE BEREICHE SANTIÄR & HEIZUNG WERDEN ZEITGEMÄSS AUSGEBAUT UND ES WIRD GEHEIRATET Andrea Stary, eine Tochter von Adalbert und Hilde Stary erinnert sich gut an ihre Kindheit und Jugendzeit. „An den Wochenenden und im Urlaub waren wir viel mit den Eltern zusammen. Natürlich musste man den Eltern auch folgen“, so ihre Rede. Zwei Jahre Bürofachschule schlossen sich der allgemeinen Schulzeit an. Nach der Schulzeit machte sie ihre eigenen Erfahrungen außer Haus, d.h. sie war ein Jahr bei der Firma Höller-Eisen und danach in anderen Betrieben, wie der Firma Steiner-Eisen (beides Salzburger Großhandlungen). Dann- nach der Heirat wurde sie für mehrere Jahre eine gute Hausfrau mit zwei Kindern, denn sie hatte mit Hannes, ihrem Ehemann, zwei tolle Töchter und inzwischen einen Enkel bekommen. Ab dem Jahre 1997 bis heute ist sie auch im Rechnungswesen in der Firma Stary tätig. „Die Zentralstelle in der großen Familie Stary war bis heute unsere Mutter Hilde.“ Hannes Stary hatte Andrea im Jahre 1980, also lange vor seinem Eintritt in die Firma Stary kennengelernt und ist somit durch seine Frau zur Familie und Firma gestoßen. Vorher war er zehn Jahre in der Firma Elin, mit Lehre, Gesellenprüfung und Meisterprüfung zum Elektro-Maschinenbau-Meister, angestellt. Damals hat er immer wieder bei der Arbeit der Elektrotechnik in der Firma Stary ausgeholfen. Noch heute erinnert sich Hannes Stary an einen besonders schönen Tag der in der Familie: „Das war, als ich im Jahre 1983 beim Senior Adalbert Stary um die Hand von Andrea anhielt. Geheiratet haben wir dann im Jahre 1987.“ Im Jahre 1986 hat Hannes angefangen in der Firma Stary zu arbeiten. Anfänglich war er eingesetzt im Elektro-Kundendienst. Es bestand damals noch eine Küchenausstellung und Verkauf von Weißware, die jedoch nicht rentabel war. So wurde gemeinsam überlegt, was zu tun sei, um den Bereich Sanitär-, Heizung- und Installateur-Handwerk so anzukurbeln, dass er sich deutlich von den Mitbewerbern auf diesem Gebiet abhob. Ausgangsbasis war die allgemeine Meinung, dass Stary einen ungünstigen Firmenstandort habe und überhaupt Salzburg lt. einer Statistik zu Folge die höchste Dichte im Verhältnis von Wohnungseinheiten zu Installateuren in Österreich aufwies. „Stary musste etwas machen, was die Mitwerber nicht so taten. Wir mussten auf uns aufmerksam machen.“ Aus dem vermeintlich ungünstigen Standort wurde die Idee zur vollen Außenwerbung geboren, die bis heute hält. Familie von Andrea und Hannes Stary Die Werbung war das Steckenpferd von Hannes

sehr toll, dass die Jungen schon so mit einbezogen werden. Vor unseren Eltern können wir nur den Hut ziehen und uns von ganzem Herzen für alles bedanken und hoffen, dass wir sie noch ganz lange bei uns haben. 6. November 2014 AUCH FRAUEN MEISTERN EINFACH VIEL IM LEBEN Daniela Stary sagt, dass die Eltern, trotz der anstrengenden Arbeit, viel mit den Kindern unternommen haben. „Wir haben häufig Ausflüge, schöne Wochenenden am Irrsee und auf der Alm in Gaißau, sowie gute, gemeinsame Urlaube verbracht.“ Sie war nach der Schulzeit zwölf Jahre bei der früher bekannten, großen Firma Höller-Eisen beschäftigt. Von 1987 bis 2001war sie mit Helmut Hofer verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei tolle Kinder, Daniel und Nicole, hervor. Mit den Kindern war Daniela Jahre zu Hause. Als die Kinder in den Kindergarten und in die Schule gingen, brachte sie als Begleitperson ständige Unterstützung mit voller Begeisterung ein. Ihre Kinder waren und sind bis heute das Wichtigste in ihrem Leben. Sie hat trotz der Scheidung ein gutes Verhältnis zu Helmut Hofer, das war auch beim Interview zu sehen. Auch hier wurde nochmals erwähnt: Für Mutti Hilde Stary ist der Zusammenhalt extrem wichtig. Nachdem die Kinder größer wurden, fing Daniela Stary in der Moserstraße, im Bereich Sanitär- und Heizung an zu arbeiten. Sie entlastet dort Franz und Daniel indem sie eine Super-Assistentin ist, die Angebote schreibt, Serviceeinteilung verwaltet und die Arbeit als „Mädchen für alles“ wahrnimmt. Sie hat den direkten Kontakt zu den Kunden die in die Moserstraße kommen. „Der Bereich besteht aus meinem Chef Franz, meinem Sohn Daniel, meiner Schwester Andrea, zwei tollen Mitarbeitern mit denen ich mich sehr gut verstehe (sie könnten meine Söhne sein) die für Verkauf und Aufmaß zuständig sind und natürlich den wichtigen, ausführenden Monteuren und Lehrlingen. Nachtrag von Daniela Stary: Ich bin sehr, stolz auf meinen Bruder Adalbert und meinen Schwager Franz. Franz hat seit Anfang des Jahres 2014 sehr viel geleistet, seit er alleine für die Moserstraße verantwortlich ist. Er macht das einfach sehr gut und wir fühlen uns einfach total wohl in dem jetzigen Team. Zu Franz verbindet uns eine ganz besondere Beziehung. Da er ja mit 15 Jahren schon zu uns kam, wuchs er wie ein Bruder mit uns auf und hat auch ab und zu auf Adalbert, Andrea und mich aufpassen müssen. Ich arbeite wirklich sehr gerne und gebe mein ganzes Herz für die Firma, so wie auch für die Familie. Ich bin sehr stolz auf die nächste Generation, die schon in den Startlöchern steht und freue mich auf eine tolle, gemeinsame Zukunft. Auch unsere Eltern sind stolz und finden es Daniela Stary mit ihren Kindern Daniela Stary und Helmut Hofer

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