Stary THE FAMILY COMPANY - Unsere Familiengeschichte

galt: Abends hatten wir um 22 Uhr zu Hause zu sein. Da gab es kein „Wenn und Aber“. Ab und zu half uns jedoch beim Aus- und Einstig der Blitzableiter in der Nähe des Fensters unseres Zimmers, um doch noch wegzukommen aus unserer Stube.“ Die Streitkultur im Hause Stary wurde damals groß geschrieben, sowohl geschäftlich als auch privat. Ein Streit war jedoch beendet, wenn der Chef sich z.B. umdrehte und pfeifend wegging. „Ich habe das bis heute nicht ganz wegstecken können, wenn ich daran denke“, so Franz Stary. „Er hat sich ja wegen Kleinigkeiten furchtbar aufregen können, bei größeren Fehlern weniger“, so Brigitte Stary. Er bekam dann einen hochroten Kopf und wir glaubten fast, ihn treffe der Schlag.“ „Der Vater und ich waren vom Temperament her zu der Zeit ziemlich ähnlich. Ich führte die Buchhaltung wie üblich als „Doppelte Buchführung mit Journal.“ Die Unterlagen wurden dem Steuerberater übergeben, welcher alles auswertete und die Bilanz erstellte. Ich bekam es mit der Angst zu tun, als wir die Buchhaltung auf Computer umstellten. Ich meinte allen Ernstes, wenn ich auf eine falsche Taste drücke, dann sind alle Daten verloren. Mit der Eingabe-Maus umzugehen lernte ich mit Hilfe des Kartenspielprogramms Solitär am Computer. Der Chef mischte sich natürlich auch in das Buchhaltungsverfahren ein, denn er war stets der Beste. Und so flogen halt die Fetzen. Selbstverständlich provozierte ich den lenprüfung und acht Monaten im Bundesheer die Prüfung zum Spenglermeister und danach schaffte er die Meisterbriefe für Gas, für Wasser, für Heizung und für Lüftung-Klima. Wahrlich ein „Professor in der Theorie und Praxis“ steht vor uns! „Da ich aus dem Lungau war, wohnte ich im Hause Stary. Es gab ein eigenes Lehrlingszimmer, das neben dem Zimmer von Tochter Brigitte war. Das war sehr praktisch, um uns näher zu kommen. Nach ein paar Jahren wurde um die Hand von Tochter Brigitte angehalten. Im Jahre 1978 wurde geheiratet. 1979 kamen Tochter Sandra und 1982 Tochter Stephanie auf die Welt. „In der Zwischenzeit sind wir stolze Großeltern von drei süßen Enkelkindern (Anna-13 Jahre, Sophie-8 Jahre und Maximilian-5 Jahre). Der Neffe von Adalbert Stary sen., Gidi Rieder, war der erste Lehrling im Betrieb. Er ging vor zwei Jahren (2012) in Pension. Franz Santner war der zweite Lehrling und auch aus dem Lungau, wie Franz. Der erste Geselle, der von der Firma Weiser zur Firma Stary wechselte, war Ingo Feichtner. Gidi Rieder hat ein Mädchen geheiratet, welches vorher Bürolehrling bei der Firma Stary war. Adalbert Stary sen. war ein strenger, jedoch korrekter Lehrherr. Franz Stary berichtete „Neben unserer Hauptarbeit mussten wir Samstag Vormittag die Werkstatt zusammenVater auch. Dreimal wurde ich gekündigt und wieder eingestellt.“ Brigitte leitet die Buchhaltung seit 1974. Ende des Jahres 2014 ging die langjährig verdiente Buchhalterin Brigitte Stary in Pension. Die tägliche Arbeitseinteilung wurde zur Zeit Adalbert Stary seniors persönlich von ihm in der Früh handschriftlich vorgenommen. Alles wurde genauestens vorgegeben, auch für die Büroarbeiter galt jedes Wort des Chefs. „Wenn wir Monteure und Lehrlinge in die Stadt zur Arbeitsstelle fuhren, war auf Handzettel vorgeschrieben, wie wir zu fahren und wo wir zu parken hatten.“ Damals gab es von den Gesellen auch noch ab und zu eine Watsch`n oder es wurde dem Lehrling Fitting nachgeworfen. „Heute würde das die Polizei auf den Plan rufen“, so Franz Stary. „Ab und zu, wenn es lustig war und passte, sind wir auch im Gasthaus mittags einfach alle sitzen geblieben. Wenn aber uns der Chef dabei erwischte, gab es Krach und wir wurden herausgeholt. Jedoch - das war bekannt - tat es unserer Leistung auf der Baustelle keinen Abbruch, sondern wurde stets reingeholt.“ Nun, was wird von Franz Stary noch über seinen Schwiegervater berichtet? „Alles was er machte, hatte Qualität. Er war stets zehn Jahre und mehr vorausschauend und er ist bis heute stolz auf sein Vorzeigeunternehmen. Unsere erste, große Ausstellung mit Lager im Keller, in der Anton-Hall-Straße, war die erste Ausstelräumen und die Autos waschen. War etwas nach des Chefs Meinung unordentlich, so musste nachgearbeitet werden. Dies hatte zur Folge, dass ich des Öfteren den Mittagsbus in den Lungau nicht mehr erwischte. Ich fuhr wöchentlich nach Hause. Der nächste Bus ging Stunden später. Wir Lehrlinge lebten im Hause in einem Zimmer zusammen. Dies brachte mit sich, dass, wenn die Frau des Hausers abends ausging, ich auf die drei jüngeren Kinder aufzupassen hatte. Das war für mich eine ziemlich starke Einengung. Gleichzeitig wurde ich jedoch eine Art Oberlehrling und hatte somit auch das Werkstattbuch zu führen, was ich nicht ungern tat. Generell Familie von Brigitte und Franz Stary

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