GIDI RIEDER – EINE KARRIERE WIE SEINE IST HEUTE EINE SELTENHEIT Eines der Urgesteine der Firma Stary ist zweifellos Gigi Rieder, der Neffe von Adalbert Stary sen. Er war der erste Lehrling für Gas- und Wasserinstallationen und Spenglerei im Betrieb und hat über 45 Jahre dort gearbeitet. Gidi Rieder hat die ganze Unternehmensentwicklung miterlebt und unterstützt. „Nach der allerersten Zeit waren wir fünf Leute, d.h. der Chef, zwei Gesellen, ich und Norbert Fischbacher als Aushelfer. Im Büro war Frau Hilde. Ich habe von Adalbert Stary und den Gesellen sehr viel gelernt, sogar das Bauernschnapsen. Ich glaube heute sagen zu können, dass wir zusammen sehr wirksam gearbeitet und vieles geschafft haben. Die bereits erwähnte Kartenspielerei auf Baustellen und in den Wirtshäusern hing auch mit der jeweiligen Wetterlage zusammen“, so Gidi Rieder. Wenn wir sitzen geblieben waren, hat der Senior hart geredet und vertane Stunden vom Lohn abgezogen. Er war damals misstrauisch geworden. Er fuhr auch in die Nähe von ALS ZEITZEUGEN BERICHTEN EIN WICHTIGER HELFER UND DER ERSTE LEHRLING Der Schwager Norbert Fischbacher, geboren im Pinzgau, war in der Gründungszeit der Firma, wenn Not am Mann war, ein wichtiger Helfer. Er hatte bei der Bundesbahn Maschinenbau und Elektro gelernt und war danach beim Fernmeldebauamt tätig. Seine Urlaube und fast seine gesamte Freizeit in sechs bis acht Jahren war er bei Stary, um mitzuhelfen. „Solche Menschen sind als Jollyjoker beim Aufbau einer Firma in der Werkstatt und auf dem Bau von großer Bedeutung“, so Adalbert Stary sen. Norbert Fischbacher wurde auch zum Dächerstreichen eingesetzt. So geschah es einmal, dass er ausrutschte und sich einen Eimer Bessemer-Dachfarbe über sein Gesicht und ihn ergoss. Wie ein nasser, klebriger Pudel musste er ausgeschaut haben. Mit Nitroverdünnung Baustellen und überzeugte sich mit Hilfe eines Fernglases, ob wir arbeiteten oder nicht, denn es gab sogenannte „Sitzgesellen“, die sich schwer wieder erhoben, wenn sie mal saßen. Obwohl, nach so einem Vorkommnis haben wir wieder stark „angezarrt“ und alles wurde reingeholt.“ Als Sohn Adalbert ca. 1992 die Firma übernommen hat, wurde diese in drei Bereiche aufgeteilt. Der einzelne Mitarbeiter musste sich entscheiden, wohin er gehören wollte - Sanitär/ Bäder, Heizung/Lüftung/Solar oder Dachdeckerei/Spenglerei Gidi Rieder entschied sich für Dachdeckerei/ Spenglerei, obwohl er auch gerne Installateur war. Jedoch die frische Luft gab den Ausschlag gegenüber dem unangenehmen Luftzug in Rohbauten. „Der Geschäftsübergang von Alt auf Jung war ein echter Schnitt zum rechten Zeitpunkt. Der junge Adalbert hat sich gut reingeschmissen. Die drei genannten jungen Starys Adalbert, Franz und Hannes wollten vieles ändern und haben das alles was sie wollten durchgeführt. Ich habe anfänglich noch Jahre mit der Hand die Bleche gefalzt. Dann wurde die schwere Falzmaschine angeschafft und wieder Jahre später eine leichte, moderne. In der Michaelbeuernstrasse wurde viel umwurde er erst einmal grob abgewaschen. Adalbert sen. war natürlich missgestimmt wegen des Vorfalls und es ist bis heute ungeklärt, ob ihm Norbert leid tat oder ob er sich mehr um die teure Farbe grämte. Vermutlich traf jedoch beides zu. Tausende Gewinde hat Schwager Norbert geschnitten. Was Großbaustellen betrifft, so fällt ihm heute noch ein: „Die C & A Bank, die Faberhäuser. Mein Schwager Adalbert hat in der Anfangszeit mindestens 40 Zigaretten je Tag geraucht, das scheint mir noch erwähnenswert zu sein, will man sein Leben ganz erfassen. Ingo Feichtner war der erste Geselle, der zu uns stieß, dann kam Hans Duschl.“ Adalbert Stary sen. und Schwager Norbert Fischbacher
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