Überall entstanden handwerkliche Meisterwerke im Sinne des Wortes. Die Kollegienkirche in Salzburg wurde bereits in eigener Regie mit Kupfer gedeckt. Innerhalb von 2 Jahren wurden ca. 40-Tonnen Kupferblech im Kleinformat dort verarbeitet. Und auch das, Falz an Falz, wurde meisterlich geschafft. Am Ende der Getreidegasse steht ein kleiner Turm: Auch das Stary-Kupferarbeit. Eine Firma dieser Art zu bauen, wie Starys, das ist etwas Besonderes und erfordert auch ein Organisationstalent. „Erfolgreich immer weiter, und so wuchsen wir stets voran. Natürlich gab es auch Tiefpunkte“, meinte Adalbert Stary. „Das Geld verdienen blieb jedoch wichtig, und da waren die MitarbeiterInnen und die guten Kundenbindungen stets die Voraussetzung. Meine Frau hat dazu viele Jahre mitgeholfen.“ „Ein Hausmädchen, und wir hatten viele gute Hausmädchen, sorgte sich um den Haushalt und teilweise um die Kinder“, so Hilde Stary, „und doch, die Büroarbeit fehlt mir noch heute, denn man war unter erwachsenen Menschen und bekam fast alle Geschehnisse des Betriebs mit,“ so ergänzt sie noch. Die erste Betriebserweiterung mit Ankauf und Ausbau des Hauses Michaelbeuern Straße (Mitarbeiter von zwei auf acht), erfolgte 1964. Im Jahre 1968 weiterer Geschäftsanbau. In diesem Jahr erging eine weitere Gewerbeberechtigung für Heizung und Lüftung durch Erwerb des Meisterbriefes an Adalbert Stary, der damit drei Meistertitel führte. Ein Spezialkundenservice wurde eingerichtet. Inzwischen stieg die Anzahl der MitarbeiterInnen auf 16. Es wurde auch gesagt, dass kaum eine Mitarbeiter-Fluktuation stattfand, denn in der Firma Stary ließ es sich gut aushalten. Viel Leistung aller und dabei auch Spaß miteinander, das ist die Kultur von Stary. Zitat: Der Anspruch, der Beitrag, die Leistung müssen praktisch werden, wollen sie nicht bloß behauptet sein. Jens Corssen Exakte Arbeit brachte viele Aufträge. Zu 90 % waren es kleinere oder mittelgroße Tätigkeiten, welche die Firma Stary damals ausführte. Die Mitarbeiterzahl nahm kontinuierlich zu. „Ich arbeitete vor Ort mit, zuletzt im Kundendienst/ Service, bis die Leute die Zahl Zehn überschritten. Eigene Service-Teams halfen dann, die Arbeitsqualität weiterhin hoch zu halten.“ Als Vertrag galt in den meisten Fällen die Handschlagsqualität zwischen Bauherren/Kunden und Handwerkern, auch was den Service betraf. Den ersten Großauftrag den Stary für Gas-Wasser mit Hilfe eines schriftlichen Angebotes bekam, war das Projekt mit 75 Wohnungen in Morzg. „Eine zufriedenstellende Arbeit abzuliefern, das brachte weitere Folgeaufträge, wie z.B. den Flughafen, wo wir nachher auch das Personalhaus als Auftrag bekamen und ausführten.“ Zitat: Unternehmer zu sein ist etwas anderes wie ein Unternehmen zu haben. LK. Adalbert Stary sen. im Büro Michaelbeuernstraße
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